Emil Baer - Juden in Lahnstein

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Emil Baer

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Vita :   

  • angesehener und wohlhabender Bürger von Oberlahnstein

  • ab 1903 Eisen-/Schrotthandel im Handerweg; Büro in der Martinstraße 2

  • Filiale in Koblenz, Cusanusstraße 13; verzeichnet auf einer „Judenliste von Koblenz" (aus der Zeitung vom 18.09.1935), die - ausgeschnitten - zum Einkaufen mitgenommen werden sollte, um jüdische Geschäfte meiden zu können.

  • 1907 Lagerplatz mit Anschlussgleisen am Güterbahnhof von der Reichsbahn gekauft

  • 1914 Stiftung einer kleinen Brücke im Weiertal (Taleinschnitt nördlich der Grenze zwischen Oberlahnstein und Braubach) über die „Baereschlucht" auf einen Felsen mit Aussicht auf das Rheintal hat; nach ihm „Baere-Brückelche" benannt; in der NS-Zeit umbenannt in „Rheinblick"

  • ab 1916 Eisen- und Schrotthandel in Friedrichssegen, ersteigert aus der Konkursmasse der Grubengesellschaft.

  • seit 1918 erst Stellvertretender Vorsteher, dann Vorsteher der Jüdischen Kultusgemeinde Oberlahnstein

  • 1930 etwa 100 Angestellte

  • 1933 wurde Emil Baers Schrotthandel in Friedrichssegen beschlagnahmt; er musste den Betrieb an den Koblenzer Unternehmer Narmann verkaufen; daher dann Firmensitz in Koblenz, Cusanusstr. 13

  • 1938 (nach der Reichspogromnacht) wurde auch die Villa Baer in der Ostallee enteignet

  • Nach dem Wiedergutmachungsverfahren 1950 kamen Aenne (Milwaukee, Wisconsin, USA) und ihr Bruder Paul (Sydney, Australien) wieder in den Besitz des Unternehmens, und seitdem gibt es in Lahnstein am Bahnhof ein Schild mit der Aufschrift: „Emil Baer, Nachf. GmbH".



 
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